Aktionstag FsA, 10.September 2011

September 5th, 2011 No comments

Einladung zum Besuch folgender Veranstaltungen am “Freiheit statt Angst Tag 2011″, welche dieses Jahr Bündnispartner und wir veranstalten:

  • Netzwerktreffen zum Aktionstag
    10.9.2011, Samstag, ca. 13-20 Uhr,
    Metalab, Rathausstr.6 (Souterrain), 1010 Wien,
    Veranstalter: unwatched.org

  • Geplant wird tagsüber einen Infotisch vor dem Museumsquartier an der Ecke Mariahilferstr. in Wien abzuhalten.
    Details folgen noch

  • Abendveranstaltung “9/11 als Startschuss zum Überwachungswahn?”
    Zeit: 20-22 Uhr
    Ort: quartier21/MQ (Raum der q/uintessenz), Museumsplatz 1 (Electric Avenue), A-1070 Wien
    Eintritt frei
    Mit freundlicher Unterstützung durch den Verein quintessenz

    Abstrakt:
    Noch 10 Jahre nach »9/11« schlagen sich die Auswirkungen dieses Ereignisses in Politik, Gesellschaft und Gesetzgebung nieder. Der Drang zur Kontrolle scheint die Grenzen der Privatsphäre nachhaltig aufzulösen. Die technische Entwicklung der letzten Jahre ermöglicht eine immer lückenlosere Überwachung in vielen Lebensbereichen. Schon vorhandene Video- und Telekommunikationsüberwachung wird auch im privatwirtschaftlichen Sektor weiter ausgebaut. Moderne Technologien und deren Gebrauch, die verdachtslose Aufzeichnung von Standort- und Verbindungsdaten (Vorratsdatenspeicherung) und Verschärfungen in der Gesetzgebung lassen die Wirklichkeit aus »1984« greifbar nahe erscheinen. Im Namen von »Sicherheit« und des »war on terror« werden heute Maßnahmen toleriert, die noch vor wenigen Jahren hierzulande Kennzeichen diktatorischer Systeme und völlig undenkbar waren. Kann »9/11« tatsächlich als der Auslöser eines neuen Trends gesehen werden oder hat dieses Ereignis lediglich eine bestehende Entwicklung beschleunigt und kanalisiert? Über die derzeitige Lage werden Beobachter_innen und Betroffene mit dem interessierten Publikum diskutieren.

    Teilnehmer_innen (vorläufige Aufstellung):

    • Martin Balluch (Verein gegen Tierfabriken)
    • Johann Čas (Institut für Technikfolgenabschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften)
    • Bettina Hammer alias Twister (Telepolis, Bürgerrechtlerin und Tierschützerin)
    • Konrad Lachmayer (Universität Wien, Institut für Staats- und Verwaltungsrecht)
    • Klaus-Werner Lobo (Menschenrechtssprecher der wiener Grünen) — angefragt
    • Erich Möchel (Österreichischer Rundfunk) — Moderation
    • Peter Purgathofer (Technische Universität Wien, Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung)

    Samstag, 10. September 2011
    quartier 21, Raum D, Museumsquartier
    (Raum der q/uintessenz)
    ab 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr
    Eintritt frei



(Korrektur: 7.9.2011)

Österreichischer Nationalrat beschließt die VDS!

April 30th, 2011 1 comment

Am 28.4.2011 wurde im Laufe des Tages vom Parlament die verdachtlose Aufzeichnung von Telekommunikationsdaten, den sog. Vorratsdaten, beschlossen. Die offizielle Bezeichnung Vorratsdatenspeicherung (VDS) stellt die Übersetzung des ursprünglichen Begriffs der “data retention” dar — was vielmehr als “Datenverhaltung” zu bezeichnen wäre.
Die Umsetzungsfrist ist mit 1.April 2012 festgesetzt.

Gesetzesinhalt:
Telekommunikationsgesetz 2003 – TKG 2003

Demos gegen den Abbau von Grundrechten durch die kommende VDS, 21.April 2011

April 22nd, 2011 1 comment

Österreich steht Ende April vor der Einführung der VDS, der verdachtlosen Verbindungsdatenaufzeichnung — behübschend Vorratsdatenspeicherung genannt. In den letzten Tagen des April (28./29.4.2011) soll im Parlament die übers Ziel schießende Umsetzung der EU-Richtlinie zur sog. “data retention” nun doch kommen.

Am Nachmittag des 21.4. fanden Demonstrationen aus Protest gegen die schwerwiegende Gefährdung für unsere  Gesellschaft (durch Abbau der Unschuldsvermutung u.a.) in Graz (Demoseite) und Linz (Demoseite) statt. Der Widerstand gegen diese verdachtlose und flächendeckende Überwachung beginnt sich auszubreiten.

(Wir von FsA in Wien sind besonders erfreut, daß ehemalige Mitstreiter sich an den Aktivitäten beteiligten. Es fehlt noch, daß wir in Wien endlich nachziehen — wir arbeiten daran, jedoch brauchen wir mehr Leute. 8-] )

Meldung in der Futurezone vom Vortag

Hintergrundinfo von EDRi: Bericht zum Evaluationsergebnis der EU vom 18.4.2011

Nachlese: Demo vom 25.Oktober 2010

November 10th, 2010 No comments

Bei trübem Wetter fanden sich 20-30 Leute zusammen, um mit einer überdimensionalen Kameraattrappe vom Schwedenplatz in Richtung Rabenhof zu wandern.
Zusammen mit einem kurzen Zwischenaufenthalt vor dem Ministerium BMVIT, welches für die Umsetzung der verdachtlosen Speicherung von Verbindungsdaten zuständig ist, gab es am K.-Nagl-Platz wirklich gute Reden (leider vor um so schütterer Kulisse mit leichtem Nieselregen — passend zum Thema).

Vom Anfang der Schlußkundgebung existiert ein Mitschnitt auf Radio Netwatcher (erste 3 Reden: K. Werner-Lobo von den Grünen, H.-J. Fuchs vom Hausärzteverband, H. Schröder von der SLP).
Audiodateien hiervon.

Der Text von Hr. Zegers (ARGE Daten) Grußbotschaft wurde von Betty Baloo verlesen.

Weiteres bitte auf der Demoseite suchen.

Mitschnitt als auch Zusammenfassung der Big Brother Awards gibt es bei Radio Orange 94 auf Demoseite Netwatcher zum Runterladen.

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Aufruf zur Demo, 25.Oktober 2010

September 27th, 2010 No comments

Demonstration zum Tag der Big Brother Awards in Österreich

Datum: 25.Oktober 2010
16.00 Treffen am Schwedenplatz
16.30 Beginn der Demo “Freiheitsmarsch”
18.00 Geplante Ankunft und
18.30 Kundgebung in der Rabengasse
(vor dem Rabenhof)
19.30 Ende

(20 Uhr Beginn der Big Brother Awards)

In Zeiten von elektronischer Kommunikation und Überwachung ist die Menschenwürde gefährdeter als jemals zuvor. Vorratsdatenspeicherung (verdachtlose Aufzeichnung von Verbindungsdaten), Änderungen im Sicherheitspolizeigesetz, Videoüberwachung und weitere Maßnahmen bedrohen unsere Grundrechte und Privatsphäre in massivster Weise. Ein würdevolles Leben ist nur möglich, wenn wir uns auf Privatsphäre, vertrauliche Kommunikation und unzensierten Zugang zu Information verlassen können und die Übersicht sowie Kontrolle über für uns wichtige Information behalten.

Diese Freiheiten müssen wir selbst verteidigen und verbessern, denn andere werden es nicht für uns tun. Deshalb rufen wir anlässlich der Big Brother Awards am 25.~Oktober 2010 16 Uhr zum Freiheitsmarsch vom Schwedenplatz bis vor den Rabenhof mit einer Abschlusskund-gebung auf.

Zur Demoseite


(Korrektur: 4.10.2010)

Forderungen – Freedom not Fear 2010

September 12th, 2010 No comments

Aus Anlass des internationalen Tages gegen den Überwachungswahn vom 11.9.2010 verkünden wir unsere wichtigsten Forderungen zu dessen Eindämmung im Zeitalter der Informationstechnologie.

Vorratsdatenspeicherung, Änderungen im Sicherheitspolizeigesetz, Videoüberwachung und weitere Maßnahmen bedrohen unsere Grundrechte und Privatsphäre in massivster Weise. Ein würdevolles Leben ist nur möglich, wenn wir

  • Privatsphäre,
  • vertrauliche Kommunikation,
  • unzensierten Zugang zu Information und
  • Übersicht sowie Kontrolle über für uns wichtige Information besitzen.


FORDERUNGEN:


  1. Keine Einführung der Vorratsdatenspeicherung

  2. Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung in der EU

  3. Eindämmung und wirksame Kontrolle von Videoüberwachung

  4. Keine Einführung von Websperren

  5. Freier Zugang in ein freies und unzensiertes Internet

  6. Keine systematische Überwachung von Bankdatentransfers (SWIFT) – insbesondere durch Geheimdienste

  7. Keine Biometrie in Pässen

  8. Keine Pässe mit RFID-Chips

  9. Abschaffung der umfangreichen Bildungsevidenz

  10. Stopp des ELGA-Projekts, dem zentralen Zugriff auf Gesundheits- und Krankendaten

  11. Schluss mit der Gefährdung von Patientenrechten und ärztlicher Verschwiegenheitspflicht durch das Gesundheitstelematikgesetz

  12. Keine Transparenzdatenbank oder andere Mechanismen mit Prangercharakter

  13. Sicherheit vor dem Missbrauch von Gendaten und anderen biometrischen Daten

  14. Keine automatische Fluggastdatenerfassung und -weitergabe

  15. Keine zusätzliche Überwachung durch E-Government

  16. Keine heimliche Durchsuchung von Computern und Datenträgern

  17. Eine digitale Menschenrechtscharta samt wirksamer Umsetzung

  18. Informationsfreiheit statt APG – Recht auf Datenauskunft statt Recht auf Auskunftsverweigerung

  19. Umkehr des Trends zum Abbau gerichtlicher Kontrolle

  20. Aufnahme der Schulung von Grundrechten in den verpflichtenden Lehrplan von Schulen (und Bildungseinrichtungen)

  21. Keine Kriminalisierung von politisch und kulturell kritischen
    Organisationen – Organisationsparagraphen wie 278ff StGB und ,,Terrorismusprävention”





Zusatz vom 14.9.2010:
Die einleitenden Bemerkungen und die Forderungen betreffen auch DRM-Techniken, wie z.B. HD+/CI+, denn dabei handelt es sich auch um Anwendungen von Überwachungstechniken, welche zu einem mehr oder weniger großen Teil den selbständigen Zugang zu Information verhindern, der Zensur hierzu Vorschub leisten und in die Privatsphäre eingreifen.

Absage, Demo 11.September 2010

September 8th, 2010 No comments

Diese Bekannmachung fällt uns nicht leicht, aber organisatorische Gründe zwingen uns zur kompletten Absage der geplanten Aktivitäten vom 11.September 2010 — wie im vormaligen Aufruf angekündigt.

Es tut uns sehr leid, wenn wir falsche Hoffnungen weckten. Wir werden aber versuchen, diese Thematik mit verbesserter Vorbereitung nachzuholen.
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Aufruf zur Demo, 11.September 2010

August 28th, 2010 No comments

Bitte Achtgeben: Abgesagt!

Demonstration zum internation(al)en Tag gegen den Überwachungswahn

Datum: 11.September 2010
13.00 Treffen beim Burgtheater
13.30 Beginn Demomarsch
13.50 Flashmob vor Parlament
16.00 Kundgebung am Christian-Broda-Platz
(innere Mariahilferstr., am Gürtel)
17.30 Ende

In Zeiten von elektronischer Kommunikation und Überwachung ist die Menschenwürde gefährdeter als jemals zuvor.
Vorratsdatenspeicherung, Änderungen im Sicherheitspolizeigesetz, Videoüberwachung und weitere Maßnahmen bedrohen unsere Grundrechte und Privatsphäre in massivster Weise. Ein würdevolles Leben ist nur möglich, wenn wir Privatsphäre, vertrauliche Kommunikation, unzensierten Zugang zu Information und Übersicht sowie Kontrolle über für uns wichtige Information besitzen.

Um diese Angriffe zu stoppen erfordert es die Mithilfe jedes einzelnen. Deshalb rufen wir am 11. September 2010 zu einer Demonstration gegen den Überwachungswahn und für Privatsphäre auf.

Ausführlicheres in Kürze hier.

Heißer Sommer der Vorratsdatenspeicherung

August 27th, 2010 No comments

1) Neue Gesetzesvorlage zur Vorratsdatenspeicherung

Ein neuer Entwurf zur verdachtlosen Speicherung von Verbindungsdaten liegt mittlerweile vor. Daß dieser zwar auf manchen Medienseiten und auch bei der Wirtschaftskammer zu finden ist, aber nicht auf den Webseiten des zuständigen Ministeriums spricht wohl für sich.
Als eine der wichtigsten Änderungen kann die Ausnahme für Berufe mit Redaktions- oder speziellen Berufsgeheimnissen wie Ärzte, Rechtsvertretern, Journalisten als auch Seelsorgern gesehen werden. Hierzu soll eine zentrale Stelle zur Erfassung von deren Anschlüssen eingerichtet werden, was einem bedenklichen, zentralistischen Bürokratismus in die Hand spielt.

Weitere Information hierzu:
Vorratsdatenspeicherung mit Ausnahmen (Futurezone des ORF)

Entwurf als PDF-Datei:
von der Futurezone
von der Wirtschaftskammer.
Der alte Entwurf mit einer Menge an Stellungnahmen.

“Freiheit statt Angst – Österreich” ruft dazu auf,
bei allen Änderungen nicht zu übersehen und auch möglichst kundzutun, daß diese Richtlinie nicht und niemals menschenrechts- oder verfassungskonform umsetzbar sein kann und wird!

2) Der EU-Gerichtshof verurteilt den Staat Österreich

Aufgrund der Nichtumsetzung der EU-Richtline zur verdachtsunabhängigen Speicherung von Verbindungsdaten wurde der Staat Österreich von der EU-Kommission vor dem EU-Gerichtshof verklagt. Mit dem Urteil C-189/09 vom Juli 2010 stellte der Gerichtshof fest, daß die Nichtumsetzung der Richtlinie einen Verstoß gegen EU-Recht darstellt. Somit ist zumindest der Weg für Strafzahlungen frei, was allerdings erst von weiteren Schritten der Kommission abhängt. Es könnte aber sein, daß der Gerichtshof aufgrund einer Entscheidung zu dem in Punkt 4 angeführten Streitfall dieses Urteil wieder stark relativieren oder sogar unwichtig machen könnte.

Weiteres zum Urteil (Futurezone des ORF).

Das Urteil zu C-189/09

3) Bericht der Artikel-29-Gruppe zur Vorratsdatenspeicherung

Die Datenschutzbehörden der einzelnen EU-Mitgliedsländer sind in der sog. Artikel-29-Gruppe zusammengeschlossen, in der gemeinsame Treffen und Stellungnahmen zur EU-weiten Situation in Sachen Datenschutz und -sicherheit vorkommen. In einem Bericht von der Julimitte des Jahres wird die verdachtlose Verbindungsdatenaufzeichnung unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen aus dem Datenschutz analysiert.
Die wichtigsten Ergebnisse sind:
a) Die Implementation der Richtlinie geht mit einem dieser innewohnenden hohem Risiko einher, welches entsprechende Anforderungen an technische und organisatorische Maßnahmen stellt. Hierbei sind sensible Informationen betroffen, wozu private
Meinungen Meinungen und Einstellungen gehören. Auch hierdurch werden grundsätzliche Freiheiten und Rechte berührt — Meinungsfreiheit u.a.
b) Es wird von einem Flickenteppich an Sicherheitsmaßnahmen gesprochen (“patchwork”).
c) Definitionen und Klassifizierungen als auch Speicherdauern zeigen ein sehr uneinheitliches Bild in der ganzen EU.
Lediglich bei den Telephoniedaten herrscht bessere Übereinstimmung.
d) Bei der Umsetzung haben die Mitgliedsstaaten den Umfang an Daten sehr eigenwillig und freizügig ausgelegt. Die verpflichteten Datenarten sollten als erschöpfend und nicht als Mindestumfang gesehen werden (S. 9).
e) Sicherheitsmaßnahmen bleiben den IT-Unternehmen überlassen, und sind entsprechend unterschiedlich vorhanden. Hierbei werden öfters nur mangelhafte Vorkehrungen zum Umgang mit den
gespeicherten Daten getroffen. Auch die Übergabeprozeduren von aufgezeichneten Daten lassen sehr zu wünschen übrig.
f) Die Praxis des Auslagerns von Tätigkeiten zur Datenspeicherung führt zu Zweifeln, ob die datenschutzrechtlichen Anforderungen überhaupt eingehalten werden.
Übrigens lieferten nur wenige Mitgliedsstaaten die vorgeschriebenen Statistiken in ausreichender Form.
g) Aufgrund des Fehlens brauchbarer Statistiken wird die Beurteilung, ob die Richtlinie die gesteckten Ziele erreicht, so gut wie verhindert — die noch nicht ganz
abgelaufene Frist wird dies auch nicht mehr retten können.
Die Arbeitsgruppe liefert weiters Empfehlungen, womit der derzeit sehr uneinheitliche Zustand verbessert werden soll — insbesondere sind dies folgende Bereiche: Vereinheitlichung, Sicherheit der Datenübertragung und Vereinheitlichung der Datenübergabe sowie noch Auslagerung der Datenspeicherung.

In obrigkeitsstaatlicher Bravheit lassen die staatlich bestellten Datenschützer grundlegende Kritik oder Begutachtung vermissen, daß diese Richtlinie nicht einfach nur mangelhaft (oder übers Ziel schießend) umgesetzt wurde, oder daß technische
Verbesserungen schon genügen würden, sondern daß diese grundsätzlich den von der EU nach innen und außen vertretenen Grundwerten widerspricht!
Weiteres zur Expertenmeinung (Futurezone des ORF).

4) Erste Bewertung der Vorratsdatenspeicherung in der EU angelaufen

Als erste der regelmäßigen Fristen zur Beurteilung der Richtlinie (Data Retention; 2006/24/EG) zur verdachtlosen Aufzeichnung von Verbindungsdaten liegt der 15.September 2010 vor. Hierzu sollen spezielle Statistiken von den jeweiligen Mitgliedsstaaten vorgelegt werden. Dies betrifft Verkehrs- und Standortdaten aus Kommunikationsnetzen. Es scheint ziemlich klar, daß die Ziele zur Harmonisierung des Binnenmarktes klar verfehlt wurden. Auch wenn hierbei die Menschenrechte massiv betroffen werden, stellt sich die offizielle EU (siehe zum ersten Verfahren von Irland vs. EU zur VDS, bzw. das Urteil zum ersten Verfahren C-301/06 von Irland) auf den Standpunkt, daß zwar Kompetenzbereiche der “dritten Säule” (Justiz und Strafverfolgung) der Union berührt werden, jedoch primär das Funktionieren des Binnenmarktes ihr Bestandteil sei. Offensichtlich wird den
Grundsatzfragen ausgewichen so gut wie möglich — und dabei hat die Justiz bisher fleißig mitgeholfen. Es bleibt also abzuwarten, wie das neue Verfahren von Irland ausgehen wird, denn es behandelt nun dezidiert die Frage nach der Vereinbarkeit mit Grundrechten.

Weiteres zur Problematik (Futurezone des ORF).

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Neues Forum gegen Überwachung

August 13th, 2010 No comments

Wir haben ab nun ein Forum!

Unter http://fsa2010.nomike.com/ könnt ihr nach Herzenslust diskutieren und euch über aktuelle Themen austauschen. Das Forum wird bei nächster Gelegenheit um weitere Kategorien erweitert werden.

Viel Spaß!

PS: Aufgrund technischer Probleme mit unserem derzeitigen Webspace wird das Forum derzeit auf meinem (nomike) privaten Webspace in den USA gehostet. Sobald die Probleme behoben sind werden wir das Forum auf den Freiheit-Statt-Angst Webspace übersiedeln.