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Forderungen – Freedom not Fear 2010

September 12th, 2010 Leave a comment Go to comments

Aus Anlass des internationalen Tages gegen den Überwachungswahn vom 11.9.2010 verkünden wir unsere wichtigsten Forderungen zu dessen Eindämmung im Zeitalter der Informationstechnologie.

Vorratsdatenspeicherung, Änderungen im Sicherheitspolizeigesetz, Videoüberwachung und weitere Maßnahmen bedrohen unsere Grundrechte und Privatsphäre in massivster Weise. Ein würdevolles Leben ist nur möglich, wenn wir

  • Privatsphäre,
  • vertrauliche Kommunikation,
  • unzensierten Zugang zu Information und
  • Übersicht sowie Kontrolle über für uns wichtige Information besitzen.


FORDERUNGEN:


  1. Keine Einführung der Vorratsdatenspeicherung

  2. Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung in der EU

  3. Eindämmung und wirksame Kontrolle von Videoüberwachung

  4. Keine Einführung von Websperren

  5. Freier Zugang in ein freies und unzensiertes Internet

  6. Keine systematische Überwachung von Bankdatentransfers (SWIFT) – insbesondere durch Geheimdienste

  7. Keine Biometrie in Pässen

  8. Keine Pässe mit RFID-Chips

  9. Abschaffung der umfangreichen Bildungsevidenz

  10. Stopp des ELGA-Projekts, dem zentralen Zugriff auf Gesundheits- und Krankendaten

  11. Schluss mit der Gefährdung von Patientenrechten und ärztlicher Verschwiegenheitspflicht durch das Gesundheitstelematikgesetz

  12. Keine Transparenzdatenbank oder andere Mechanismen mit Prangercharakter

  13. Sicherheit vor dem Missbrauch von Gendaten und anderen biometrischen Daten

  14. Keine automatische Fluggastdatenerfassung und -weitergabe

  15. Keine zusätzliche Überwachung durch E-Government

  16. Keine heimliche Durchsuchung von Computern und Datenträgern

  17. Eine digitale Menschenrechtscharta samt wirksamer Umsetzung

  18. Informationsfreiheit statt APG – Recht auf Datenauskunft statt Recht auf Auskunftsverweigerung

  19. Umkehr des Trends zum Abbau gerichtlicher Kontrolle

  20. Aufnahme der Schulung von Grundrechten in den verpflichtenden Lehrplan von Schulen (und Bildungseinrichtungen)

  21. Keine Kriminalisierung von politisch und kulturell kritischen
    Organisationen – Organisationsparagraphen wie 278ff StGB und ,,Terrorismusprävention”





Zusatz vom 14.9.2010:
Die einleitenden Bemerkungen und die Forderungen betreffen auch DRM-Techniken, wie z.B. HD+/CI+, denn dabei handelt es sich auch um Anwendungen von Überwachungstechniken, welche zu einem mehr oder weniger großen Teil den selbständigen Zugang zu Information verhindern, der Zensur hierzu Vorschub leisten und in die Privatsphäre eingreifen.

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